Festival du Film Francophone

FILMVORFÜHRUNG Les Algues Vertes
Die Vorführung findet im Rahmen der Europäischen Grüne Tage in Wien und des Festival du Film Francophone 2025 statt, in Zusammenarbeit mit dem Studio Molière, dem Lycée français de Vienne und der Buchhandlung List - Internationale Literatur.
Zur Eröffnung der Europäischen Grüne Tage in Wien 2025 lädt euch das Institut français d'Autriche zu einem neuen Termin der Soirées cinéma im Studio Molière ein.
In seinem Film, der auf dem Comic Algues vertes (Delcourt, 2019) von Inès Léraud und Pierre Van Hove basiert, erzählt Regisseur Pierre Jolivet die Geschichte der Journalistin Inès Léraud. Nach fragwürdigen Todesfällen beschließt sie, sich in der Bretagne niederzulassen, um das Phänomen der Grünalgen zu untersuchen. Durch ihre Begegnungen entdeckt sie die Fabrik des Schweigens, die diese ökosoziale Katastrophe umgibt…
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Treffen mit Morgan Large statt, einer auf die bretonische Agrarindustrie spezialisierten Journalistin. Gemeinsam lüfteten er und Inès Léraud den Schleier über der intensiven Landwirtschaft, die das Land und seine Bewohner*innen auslaugt.
Im Mittelpunkt der Diskussion, die von den Kuratorinnen Cordula Rieger und Anouk El-Schahawi moderiert wird, stehen die Auswirkungen des bretonischen Modells der intensiven Landwirtschaft auf Umwelt und Gesundheit, die Arbeit von investigativen Journalist*innen sowie die Rolle von Whistleblower*innen.
MORGAN LARGE
Morgan Large ist Journalistin beim Radio Kreiz Breizh (RKB), einem Bürgersender mit Sitz in Saint-Nicodème (Côtes-d'Armor). Sie lernte Inès Léraud 2016 kennen, als diese sich in Maël-Pestivien, einem Weiler in der Zentralbretagne, niederließ, um für die Sendung „Les pieds sur terre“ auf France Culture die bretonische Lebensmittelindustrie zu recherchieren. Gemeinsam lüfteten die beiden Journalistinnen den Schleier über intensive landwirtschaftliche Praktiken, die das Land und seine Bewohner*innen zermürben.
ANOUK EL-SCHAHAWI
Anouk El-Schahawi ist bildende Künstlerin sowie Kulturvermittlerin und -forscherin. Nach ihrer Schulzeit am Französischen Gymnasium in Wien ging sie nach Paris, um an der Kunsthochschule La Sorbonne bildende Kunst zu studieren. Ihr wachsendes Interesse an soziokulturellen Fragen führte sie dazu, einen Master in „Kultur&Politik“ an der Universität Paris 8 Vincennes zu absolvieren. Parallel dazu sammelte sie erste Berufserfahrungen, unter anderem in einem Gefängnis in Cergy im Bereich der kulturellen Programmgestaltung für die inhaftierte Personen. Seit sie wieder in Wien lebt, engagiert sie sich in zahlreichen Projekten, die von Grafikdesign bis hin zu Filmszenografie reichen.
CORDULA RIEGER
Cordula Rieger ist eine französisch-österreichische Regisseurin und Schauspielerin. Nachdem sie ihre Schulzeit am Lycée français de Vienne beendet hatte, begann sie 2020 ihr Regiestudium an der Filmakademie Wien, zunächst in der Klasse von Michael Haneke, dann bei Jessica Hausner und Barbara Albert. In den letzten Jahren hat sie mehrere Spiel-, Experimental- und Dokumentarfilme geschrieben und inszeniert. Ihr Kurzfilm The Gallery (doc), der eine Aktion des feministischen Kollektivs Femplak_Wien begleitet, wurde auf rund 15 internationalen Filmfestivals gezeigt und war auf der Shortlist für den Yugo BAFTA Award. Eines ihrer letzten Projekte als Schauspielerin, Gli appunti di Anna Azzori, unter der Regie von Constanze Ruhm, wurde 2020 im Forum der Berlinale vorgestellt. Im Jahr 2025 kam ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm nebenan in die Kinos.
Sprache: Projektionen auf Französisch mit englischen Untertiteln
Termine
Liechtensteinstraße 37 1090 Wien